Ein Boot zu segeln, vor allem, wenn es größer ist, erfodert immer eine Crew. Und zwar eine, die sich auskennt. Vom Festmachen über das Schleusen, vom Ankerwerfen und Ankerbergen bis zum Linseneintopf und Ostfriesentee.



Der Skipper kann in Ruhe mal „nach innen schauen“, wenn er das Boot in sicheren Händen weiß und alles abgesprochen ist. Am meisten ist Werner mit mir unterwegs: Wir starten in die Saison und wir beenden sie mit einem Törn. Oft nehmen wir noch andere Boote mit, die sich bisher nicht alleine ins Watt getraut hatten. Dorit hat jetzt ein paar Jahre die großen Sommerurlaubstörns mitgesegelt, zum Ijsselmeer und in die Schlei. Jetzt will sie etwas kürzer treten und auch andere Reisemöglichkeiten verstärkt nutzen. Und ich will mehr segeln, und zwar schon ab U-Bootbunker Farge weserabwärts und nicht erst quer übers Watt. Dann kann ein Törn nach Absersiel oder Wremen schon mal richtig seglerisch schön werden! Mal wieder kreuzen, was mit einem Plattbodenschiff, na sagen wir mal: eher suboptimal funktioniert.
Wenn First Mate und Bestmann mal beide nicht können oder wollen, dann springen andere ein. Klaus war schon mit und Reiner und früher noch mehr, die es jetzt im Kreuz haben oder sich ein Motorrad gekauft haben. Mit der „Brise“ wird das alles leichter werden und ich kann notfalls auch mal alleine ablegen. Fünf Meter Boot, wo fast alles vom Cockpit aus bedient werden kann, bekommt man eben leichter in den Griff als fünf Tonnen Stahl – ohne Kiel – bei Seitenwind.
Und einen habe ich vergessen, Schande über mein Haupt: den Bordhund! Die längsten Jahre war das unsere Amy, und zuletzt für nur zwei Saisons war es Jette, die Anfang dieser Saison von uns gehen musste. R.I.P. Da First Mate der festen Überzeugung ist, dass es nun keinen Bordhund mehr geben solle, haben wir Körbchen und Hundeschwimmweste schweren Herzens schon an die Tiertafel weitergereicht. Aber in memoriam noch mal unsere treuen Bordhunde Jette und Amy…

