Seefunkgerät zuerst

Heute habe ich mal die Plane gelockert, mich ins Innere der Brise verdrückt (im wahren Sinne des Wortes, da alles ziemlich klein), und erste Orte für Geräte gesucht – und gefunden.

Am leichtesten, und deshalb fing ich damit an, geht es mit dem Seefunkgerät. Nur zwei Löcher für den Gerätehalter, zwei weitere für den Mikrofonhalter. Und schon sitzt alles fest und in tauglicher Position, vor allem das Mike.

Strom gibt es noch nicht, auch das Netzwerk ist noch nicht installiert. Muss noch etwas warten…

Schwieriger wird es mit dem Plotter ONWA: der soll durch die Kajütwand zum Cockpit hin eingebaut werden. Also Stichsäge und passendes Loch aussägen! Zum Glück liegt eine Schablone dabei.

Dann müssen noch Kleingeräte wie Netzwerk-Backbone, Batterie-Management- Anzeige und Antennensplitter verbaut werden. Und hinterher wird alles dann in Ruhe verkabelt.

Dazu fehlen mir momentan noch die Kabel…



Inzwischen kreiste die Stichsäge und machte ein auf Anhieb passendes Loch für den Plotter. Sitzt prima an diesem Ort, besser geht nicht. Sonst würde man entweder nichts sehen oder es würde stören oder beides. Die Verkabelung ist teilweise schon erfolgt, insofern Kabel vorhanden waren.

Noch ein paar Bohrungen, Schrauben und Schritte weiter heute:

Neue Schaltkonsole passt in die Aussparung der alten. Masse- und Plus-Stützpunkte verschraubt. Kabel von Bb nach Stb verlegt. Koaxkabel zum Funkgerät installiert und auch die Antennenweiche (Duplexer). Schließlich noch Shunt und Anzeige vom Batteriemonitor installiert. Jetzt muss ich auf allerlei Kabel und Kabelschuhe warten, ehe ich weitermachen kann. Aber in China sind sie schon losgeschickt worden…




Problem: Echolot-Geber-Montage

Warum ein Problem? Nun, es gibt zwei Arten der Montage bei einem GfK-Boot: innen oder außen. In beiden Fällen muss man jedoch einen geeigneten Platz finden. Der Geber sollte möglichst absolut senkrecht montiert werden, um die richtige Tiefe anzeigen zu können. Und es sollten keine Beeinträchtigungen, etwas durch Verwirbelungen des Wassers oder Abschatten durch den Kiel dabei entstehen.

Montiert man drinnen, dann muss man sicher sein, dass keine Doppelschale (mit Lufteinschlüssen) vorliegt, sondern nur die Außenhaut. Bei der L17 ein Problem, denn alle schönen Stellen vorne sind durch Doppelschale nicht möglich. Bleibt nur achtern, im Bereich der Backskiste. Aber da kommt das Heck schon fast wieder aus dem Wasser. Und da könnte man auch wunderbar ein Loch bohren (weil man gut ran kommt) und eine Außenmontage vornehmen. Die ist grundsätzlich immer besser, weil der Geber ungestört abstrahlen und empfangen kann.

Und so habe ich – vor in der Bb-Backskiste – einen geeigneten Platz für die Außenmontage gefunden. Und ein fettes Loch habe ich auch schon durchs Laminat gebohrt. Der Geber ist noch nicht drin, weil es mir noch an Sikaflex fehlte und es immer geregnet hat die letzten Tage. Das Problem mit dem „Schiffchen“ um den Außenteil des Gebers herum werde ich versuchen, mit Epoxy-Knete zu lösen. Dazu später mehr…


Innenbeleuchtung und anderes…

Inzwischen sind noch mehr Löcher gebohrt, Kabel verbunden und Anschlüsse hergestellt worden. Wenn jetzt auch noch das etwas längere NMEA-2000-Kabel kommt, dann können auch alle Geräte miteinander kommunizieren. Und wenn der Echogeber dann angeschlossen ist, fehlt nur noch das Wasser, um Ergebnisse anzeigen zu können. Die Innenbeleuchtung habe ich am Laufen, und eine Hauptsicherung 12V eingebaut. Ein Automat, der gleichzeitig als Abschalter dient, wenn ich das Boot verlasse. Alles sehr übersichtlich, nicht sonderlich dekorativ, aber praktisch schnell nachvollzieh- und überprüfbar. Das meiste ist also installiert und in wenigen Tagen wird die Landstromseite folgen.


Heute, am 10.11.25, habe ich wieder richtig was geschafft bei der Brise!

Erstens habe ich den Echolotgeber mit Sikaflex durch den Rumpf und das vorher von mir bereits gebohrte Loch montiert, das Kabel bis zum Plotter hin verlegt und angeschlossen. Und weil in der Post auch das etwas längere Netzwerkkabel (NMEA2000) war, konnte ich auch den Plotter mit dem Netzwerk verbinden und alles testen: Netzwerk funktioniert, Plotter empfängt Position über das Seefunkgerät und auch eine Wassertiefe wird angezeigt (4,10m, was natürlich nicht stimmt, weil das Boot auf dem Trailer steht und nicht im Wasser liegt. Durch die Luft kann man nicht messen. Also ein Fantasiewert.

Dann habe ich noch das Netzkabel des Ladegerätes verlängert und rüber zum Sicherungskasten verlegt. Übermorgen kommt Reiner und klemmt mir den Landstrom richtig (und sicher!) an. Dann wird auch das Ladegerät loslegen können.


Elektrik fertig!!!

Heute war Reiner, Elektriker von Jugend an, an Bord. Er hat die CEE-Steckdose, die Einheit mit FI-Schalter und zwei Sicherungen und das Ladegerät angeschlossen. Und als wir dann Strom drauf gegeben haben, hat es weder geknallt, noch gezischt, noch flog eine Sicherung aus: Es funktionierte!!! Deshalb Reiner an dieser Stelle herzlichen Dank, zumal er zusätzlich noch ein schönes Landstromkabel für mich fertig gemacht hat. Und hier die Fotos davon:


Und hier noch ein paar „sonstige“ Fotos der Gesamtaktion „Elektrik“: