Die Brise I

war eine One-Off-Jolle, gebaut angeblich von Blohm und Voss, gut sechs Meter lang und ziemlich flott. Im Wettkampf mit den Zugvögeln der Jugendgruppe schlug sie sich sehr gut und so konnte ich immer das Feld mit ihr anführen. Auch, weil man immer jemand ins Trapez hängen konnte bei Wind. Aus diesem Typ ist aber nie eine Serie geworden, warum auch immer. Wir haben die Brise I sogar zweimal gehabt! Irgendwann hatten wir sie verkauft und sie Jahre später noch einmal vom Käufer zurück zu kaufen. Und der hatte sie so richtig gut auf Vordermann gebracht. Zwischenzeitlich hatten wir ein Kielschiff, eine Waarschip 725. Ein tolles Schiff, sehr seetauglich, aber mit 1,25m Tiefgang zu tief fürs Watt, wenn man damit Jollen begleiten will. Deshalb der Wechsel zurück auf die Jolle, auch wenn es großen Komfortverlust bedeutete damals. Als die Zeit mit der Jugend dann nach drei Jahrzehnten vorüber war und sich langsam der Ruhestand andeutete, sollte der Komfort wieder ins Spiel zurück kommen. Ein Boot mit Kajüte! Wo man mal trocken und warm schlafen konnte, ohne sich vorher Persenning und Bett bauen zu müssen. Und das war dann die…

Die Brise II

Eine Neptun 20. Seglerisch ein großes Minus gegenüber der Brise I, aber vom Komfort her genau das, was ich suchte. Mit dem Hubdach hatte sie sogar Stehhöhe in der Kajüte. Als Kielschwerter war sie mit wenig Tiefgang gesegnet und daher gut wattentauglich. Nur eben die Segeleigenschaften…. Sie segelte im Grunde so, wie sie damals angepriesen wurde: als „Wohnwagen auf dem Wasser“. Aber schöne Törns habe ich trotzdem mit ihre gemacht und sie wurde ein weiteres meiner „Projekte“ von Booten: ordentlich dran rumgebaut, von der Elektrik bis zum Amateurfunk, von der Mastlegevorrichtung bis zum Außenborder im Schacht. Aber seglerisch konnte sie nicht das letzte Angebot sein…